Mörder. Versprechen

 Mörder. Versprechen (318 Seiten, ISBN 978-3-89841-395-4)
(Maik Marwitz zweiter Fall, der Roman erschien im Aug. 2008.)

Inhalt:

Ein aufregender und temporeicher Regiokrimi. In dem Roman wird der Niedersächsische Landkreis Oldenburg zum Schauplatz vergangener wie gegenwärtiger Verbrechen …

Die Privatdetektive der Bremer Detektei Ruhnau und Partner müssen in 2007 den Tod ihres Chefs und die Schließung der Detektei beklagen. Die Detektive werden in alle Winde zerstreut. Maik Marwitz wagt in seiner Heimatstadt Oldenburg einen Neuanfang und beginnt auf eigene Rechnung zu arbeiten. Schon bald kann er sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Der behinderte Vetter eines ehemaligen Schulkollegen, Torsten Grabosch, ist seit ein paar Tagen spurlos verschwunden. Eine absolute Hiobsbotschaft für die Familie. Zumal sich die Familie, die aus dem ehemaligen Ostpreußen stammt,  eifrig mit der Vorbereitung für den 40. Geburtstag von Gottlieb Grabosch, dem ältesten Sohn, beschäftigt und sich im Internet um einen besonderen Gag für das Fest bemüht.

Als Maik Marwitz beginnt, sich um das Verschwinden von Torsten Grabosch zu kümmern, bekommt er Besuch von einer Katja Schüller aus Bad Zwischenahn, die ihm von ihrer Entführung berichtet. Als sie sich mit dem Mann verabredete, so erzählt sie, deutete nichts auf seine perversen Absichten hin. Sie stieg ohne Bedenken in sein Auto, wo sie jedoch von ihm betäubt und entkleidet wurde. Ganz sicher wurde sie auch von ihm fotografiert. Das Tragische an diesem Fall: Ihre misstrauische Schwester heftete sich an den PKW des Mannes. Der sie dabei entdeckte, sie seinerseits verfolgte, wobei die Schwester mit ihrem Wagen tödlich verunglückte. Katja Schüller „wünscht“ sich, dass Maik Marwitz diesen perversen Entführer das Handwerk legt.

Der Mann schlägt jedoch erneut zu. Die dreiunddreißigjährige Sonja Peters aus Wildeshausen wird sein neues Opfer. Auch sie wird betäubt, entkleidet und in ihrer Hilflosigkeit gefilmt und fotografiert. Die schändliche Tat ruft ihre ähnlich alten Freundinnen Sandra Gabler und Krystyna Manthey auf den Plan. Die drei Frauen hecken in ihrer Wut spontan einen Plan aus, um sich an die Männerwelt zu rächen. Wie die Familie Grabosch bedienen sie sich des Internets. Ein passendes Pseudonym ist rasch gefunden.

Inzwischen wird Torsten Grabosch von Spaziergängern tot in einem Waldstück bei Kirchhatten gefunden. Erwürgt mit einer Stahlschlinge.

Marwitz beginnt im Umfeld mit Befragungen, die jedoch allesamt nichts bringen. Er muss sich in Geduld üben.

Die drei Frauen kommen jedoch ihrem Ziel rasch näher. Sie finden im Internet einen Mann, der auf ihre Verlockungen anspringt, sich nicht nur von einer, sondern von zwei oder sogar drei Frau verwöhnen zu lassen. Sein Name: Carsten Grabosch, Ausgerechnet Carsten Grabosch! Nach einigen E-Mails ist der zweiunddreißigjährige ledige Carsten bereit, sich mit den Frauen zu treffen. Die Frauen werden ihn in das Wochenendhaus der Familie Gabler am Zwischenahner Meer locken, um ihn dort zu demütigen und zu quälen. Doch die Geschichte läuft aus dem Ruder. Am Ende liegt Carsten Grabosch tot am Boden. Hatte das Sandra Gabler so geplant? Wohin mit der Leiche, ihr bösen Frauen? Sandra Gabler bleibt nichts anders übrig, als ihrem Ehemann, den stadtbekannten Arzt Burkhard Gabler, „den Unfall“ zu beichten. Sie bittet ihn um seine Unterstützung, damit Carstens Leiche unauffällig das Wochenendhaus verlässt. Der sich schweren Herzens darauf einlässt. Weil er seinen guten Ruf zu verlieren hat. In der Ehe beginnt es schon bald heftig zu kriseln.

Der Unhold, der Katja Schüller und Sonja Peters überfallen hat, schlägt ein drittes Mal zu. Die Polizei gibt ihm jetzt einen Namen: Der Filmer. Der „Filmer“ wagt einen vierten Überfall. Er sucht sich dieses Mal eine Prostituierte aus, wo er von einem polnischen Freier gestört wird. Der „Filmer“setzt sich zur Wehr und erschießt den Polen.

Dem „Einzelkämpfer“ Maik Marwitz wächst die Sache über den Kopf.

Er möchte die Familie Grabosch nicht enttäuschen. Als er zufällig seinen ehemaligen Bremer Detektivkollegen Freddie Beyer trifft, bittet er ihn um Unterstützung. Freddie Beyer sagt nach einer kurzen Bedenkzeit Ja. Er wird zukünftig wieder an Marwitz’ Seite sein.

Sandra Gablers Verfehlung hat ihrer Ehe wirklich nicht gut getan. Ihr Ehemann beginnt sich verstärkt für andere Frauen zu interessieren. So dass sie damit beginnt, sich in ihren einsamen Stunden häufiger mit Ihrem PC zu beschäftigen. Um dadurch eines Tages zufällig auf Adrian Grabosch zu stoßen, der immer noch im Internet den Gag für den 40. Geburtstag seines Bruders Gottlieb sucht. Keiner kennt vom anderen die wahre Identität. Zwischen Sandra und Adrian kommt es zu einem heftigen (erotischen) E-Mail-Verkehr. Aber wird es auch ein Happyend für die beiden geben?

Denn Maik Marwitz und Freddie Beyer stellen bei ihren Recherchen fest, dass die beiden Familien auf mysteriöser Weise verbunden sind.

Was sie nicht ahnen, Sandra Gabler weiß, das beide Familien aus dem ostpreussischen Masuren stammen und ihre Altvorderen sich kannten. Schon lange besitzt sie einen ganz besonderen Plan. Auf die Detektive Marwitz und Beyer wartet noch ein großes Stück Arbeit. Zumal auch der „Filmer“ sie weiterhin in Atem hält und der Tod seines polnischen Widersachers – gewaltbereite – polnische Landsleute auf den Plan ruft.

Die Detektive werden sich darauf einstellen müssen, noch so manche unliebsame Überraschung zu erleben.