Ein Pakt für die Ewigkeit

(326 S., isbn 978-3-89841-775-4)
(Der Roman erschien im Juli 2015.)

Inhalt:

Eine packende Mischung aus Krimi und historischem Roman um ein ungelöstes Rätsel aus dem 2. Weltkrieg, und eine verhängnisvolle Familienbande …

Auch an Kirchhatten im Landkreis Oldenburg geht der 2. Weltkrieg nicht spurlos vorüber. Ende April 1945 kommt es im Raum Kirchhatten zu Kampfhandlungen zwischen deutschen und kanadischen Truppen. Wobei die Kanadier zeitweise von englischen Jagdflugzeugen unterstützt werden. Bei einem Luftkampf am 23. April 1945 wird  eine deutsche Focke-Wulf 190 von einer englischen Spitfire abgeschossen. Das Flugzeug „landet“ im Bereich des Barneführer Holzes im Flussbett der Hunte.

Am 90. Geburtstag des damaligen englischen Spitfire-Piloten Gilbert Williams kommt diese Geschichte nochmals auf den Tisch. Die seinen Sohn Paul letztlich dazu motiviert, auf den Spuren des Vaters zu wandeln und der Gemeinde Hatten zusammen mit seiner Frau Francis einen Besuch abzustatten. Doch die beiden müssen enttäuscht erleben, dass in der Gemeinde sowie im Landkreis Oldenburg keiner etwas über diesen Flugzeugabschuss zu wissen scheint. Für Paul Williams eine große Enttäuschung. Scheint es für ihn kein Happy-End zu geben?

Williams lernt im Ort den Realschullehrer Gunnar Starke kennen, der ihm den Tipp gibt, sich die Hunte von oben anzuschauen. Der Engländer chartert daraufhin auf dem Flugplatz Hatten ein Flugzeug samt Piloten und schaut sich die Hunte und das Barneführer Holz aus der Luft an. Eigentlich kommt nichts dabei heraus. Das positive für Williams: Sein Pilot, der Fluglehrer Volker Büttner, ein ehemaliger Jet- Pilot der Bundesluftwaffe, beginnt sich für die Geschichte des Engländers zu interessieren. Büttner fühlt sich animiert, dem Engländer seine Hilfe anzubieten. Ebenso glaubt der Lehrer Starke, etwas für den Engländer tun zu müssen. Doch beide müssen erkennen, dass auch sie bei den Behörden im Landkreis nicht weiterkommen. Was sie nicht ahnen, es gibt durchaus Personen, die über den Abschuss informiert sind.

Während sich Starke nach der erfolglosen Hilfe erst einmal zurückzieht, gibt Volker Büttner, der sich durch seine Tätigkeit als Fluglehrer auf dem Flugplatz Hatten weiterhin der Fliegerei verbunden fühlt, nicht auf. Denn obwohl Paul und Francis Williams inzwischen wieder enttäuscht nach England zurückgekehrt sind, bleibt er aktiv. Er sucht den Kontakt zu einem Luftwaffenarchiv und wird tatsächlich fündig. Der Abschuss ist passiert. Er kann sogar den Namen des abgeschossenen deutschen  Piloten aus Bückeburg erfahren und dadurch in Bückeburg dessen weiblichen Ableger kennenlernen. Der Name der jungen Dame: Ines Weber. Die Frau wird schon bald Büttners Verbündete. Weil sie daran glaubt, dass das Flugzeug geortet und ggf. noch geborgen werden könnte. Büttner stellt bei seinen Aktivitäten fest, dass sich bereits die englischen Besatzer 1945 an der Focke-Wulf interessiert zeigten. Was war an dem Flugzeug so interessant? Spielten etwa militärische Geheimnissse eine Rolle? Oder wurde im Flugzeug etwas transportiert, dass die Briten neugierig werden ließ? Büttners Recherchen machen bald einige Leute nervös. Alte Seilschaften werden zum Leben erweckt. Plötzlich steht auch der Lehrer Gunnar Starke wieder auf der Matte. Der aber nicht verhindern kann, dass mit dem Kirchhatter Landwirt Gerhard Kueper der erste Mitwisser ausgeschaltet wird. Der Landwirt bekommt eine angemessene Bestattung. Aus Sylt kommt sogar Starkes Onkel, der Autohändler Herbert Rosche, angereist, um Kueper die letzte Ehre zu erweisen. Obwohl in der Gemeinde Hatten das Gerücht die Runde macht, dass Rosche Kueper Geld schuldete. Dabei sitzt Rosche auf einen Haufen Geld. Seit der Währungsreform 1948 besitzt die Familie Johann Rosche, die in Kirchhatten immer noch einen – jetzt verpachteten – großen Bauernhof ihr eigen nennt, das nötige Kleingeld. Was damals viele Neider auf den Plan rief. Die beiden Söhne fühlten sich dadurch veranlasst, es sich ab Anfang der fünfziger Jahre auf Sylt gut gehen zu lassen.

Was weiß die Familie Rosche? Wenn die Familie etwas weiß, müsste auch der Lehrer Gunnar Starke Informationen besitzen. Spielt Starke etwa falsch? Das Duo Büttner/Weber fragt sich, was vor 70 Jahren am Ende des Krieges wirklich geschah? Warum wird der Abschuss der Focke-Wulf seit 70 Jahren unter den Tisch gekehrt? Die beiden müssen erleben, dass ihre Neugierde sie schon sehr bald in große Gefahr bringt.